Seit
mittlerweile 30 Jahren führen wir umfangreiche Biotoppflegearbeiten
durch. Verglichen mit der Anfangszeit trat dabei ein starker Wandel
ein: Die Handarbeit wurde weniger, die Technik umfangreicher. Das
begründet sich zum Einen mit einem Rückgang der Zahl der Aktiven die
Biotoppflegearbeiten durchführen. Zum Andern wurden viele Flächen
in den letzten Jahrzehnten trockener und es gibt mittlerweile brauchbare
Technik für Biotoppflege. Diese unterscheidet sich deutlich von der
landwirtschaftlichen Großtechnik.
So mähen wir
beispielsweise von Anfang an ausschließlich mit Busatismähwerk. Das
Prinzip der gegenläufigen Messer ist die kleintier- und bodenschonendste
Variante. Unser Spezialgerät passt sich dem Geländerelief bestmöglich
an und ist leicht und wendig. Das Mähgut bleibt mehrere Tage liegen,
die meisten Kleintiere gelangen in ungemähte Randstreifen etc. Mit
dem gleichen Grundgerät erfolgt das Schwaden des Mähgutes. Die Bergung
des Mähgutes aus der Fläche erfolgt mittlerweile aus den Bereichen,
die mit Schlepper befahrbar sind, fast ausschließlich mit einer Rundballenpresse.
Diese Art der Mähgutkomprimierung und -bergung hat viele Vorteile.
Insbesondere kann in dieser Form eine Verwertung zu Futter- oder Einstreuzwecken
bei Pferde- und Rinderhaltung oder in einer speziellen Biogasanlage
(Trockenfermentierung) erfolgen. Die Handarbeit reduziert sich auf
besonders sensible, z. B. moorige Flächen oder Teilbereiche, die nicht
befahrbar sind (s. Foto links, Moosteile am Klarweiher, 2009). Aus
diesen wird das Mähgut auch weiterhin in Handarbeit herausgetragen.
Wir haben im Jahr 2009 eine eigene gebrauchte Rundballenpresse erworben (s. Foto links unten), die wegen ihres geringen Gewichtes, des Pressens und ggf. Wickelns in einem Arbeitsgang, ihrer Wendigkeit, ihres vergleichsweise geringen Kraftbedarfes etc. für unseren Bedarf prädestiniert ist. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich das Gerät sehr gut bewährt.