demnächts mehr
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dass es in Deutschland ca. 190 Tagfalterarten gibt? Etwa 40 davon
sind weit verbreitet, während die anderen 150 Arten nur regional oder
teilweise sogar nur lokal vertreten sind. Mehr als 20 Arten sind unmittelbar
vom Aussterben in Deutschland bedroht oder sogar bereits verschwunden.
... was Schmetterlinge im Winter machen? Mangels Nahrungsquellen für Falter und Raupen haben sich die meisten unserer Tagfalterarten eine Strategie entwickeln müssen, den für sie unwirtlichen Winter zu überstehen. Das Überwintern kann je nach Art in allen Lebenszyklen, also als Ei, Raupe, Puppe oder Falter stattfinden. Jede der Strategien ist zeitlich an die Entwicklung der artspezifischen Fraßpflanzen angepasst. Bei vielen Arten setzt mit sinkenden Temperaturen und nachlassendem Lichtangebot eine Winterstarre, eine Diapause ein, bei anderen reduzieren sich nur die Aktivitäten. Als Falter überwintern die Wenigsten: Nur sechs Tagfalter nutzen diese Strategie. Sie sind auch die ersten, die im Frühjahr, manchmal noch bei Schnee, zu sehen sind. Wenige Arten z. B. Distelfalter und Admiral wandern ähnlich den Zugvögeln auch rechtzeitig nach Süden.
... dass der Hauptgrund für das Verschwinden oder Seltenwerden von
Schmetterlingen in erster Linie auf eine intensive Landwirtschaft
(Chemieeinsatz gegen "Unkräuter", starke Düngung und zu häufige Mahd
von Wiesen zur Silagegewinnung, Verschwinden von Feldrainen usw.)
zurückzuführen ist?
... dass Schmetterlinge Felder mit Gen-Raps weitgehend meiden, weil mit dem Einsatz von Gen-veränderten Pflanzen sich auch die Flora und Fauna im Umfeld verändert?
... dass der Bund Naturschutz mit Hilfe von Spendengeldern schon viele Schmetterlings-lebensräume gerettet hat? So wurden z. B. in ganz Bayern viele blütenreiche Magerwiesen gekauft oder gepachtet und werden – soweit notwendig – auch gepflegt.
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dass auch jeder Gartenbesitzer viel für den Schutz von Schmetterlingen
tun kann? Wichtig ist in erster Linie der Verzicht auf jeglichen Chemieeinsatz,
weil mit Pflanzengiften auch Schmetterlinge und deren Raupen vergiftet
werden können. Eine Blumenwiese statt eines monotonen Einheitsrasens
schafft Blütenangebot für viele Arten. Die Verwendung ausschließlich
einheimischer Pflanzenarten bei Stauden, Gehölzen und im Nutzgarten
gibt vor allem den Raupen Nahrung. Dazu gehört auch eine gewisse "Unordnung".
So zieht eine Ecke mit Brennesseln beispielsweise den kleinen Fuchs
und das Tagpfauenauge magisch an.